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Projekte 2009

PROJEKT FAUSTLOS und Vorschulprojekt MEDIEN (siehe unten)


Text zu Faustlos:
projektfaustlos12.pdf [9 KB]
Text zum Vorschulprojekt: vorschulprojektmedien01.pdf [6 KB]
Text zum Projektrückblick Februar: projekt022009.pdf [10 KB]
Text zum Projektrückblick März: projekt032009.pdf [11 KB]
Text zum Projektrückblick April:
projekt042009.pdf [16 KB]
Text zum Projektrückblick Mai:
projekt052009.pdf [11 KB]
Text zum Projektrückblick Juni:
projekt062009.pdf [7 KB]

Projektrückblick Juni 2009

Liebe Eltern,

im Juni konnten wir zwei Lektionen zur dritten Einheit "Umgang mit Ärger und Wut" des Heidelberger Gewaltpräventionsprogramms "Faustlos" durchführen.

In der dritten Einheit geht es darum, die eigene Wut und den eigenen Ärger zu erkennen und den Umgang mit diesen Gefühlen zu üben. Vor allem konnten die Kinder in den einzelnen Lektionen verschiedene Beruhigungstechniken kennen lernen und ihre Anwendung in Rollenspielen erproben.

Lektion 1: Bin ich wütend?

In dieser Lektion lernten die Kinder, die körperlichen Anzeichen zu erkennen, die Wut und Ärger andeuten. Das Erkennen und Deuten dieser Anzeichen (der Blutdruck steigt, die Fäuste ballen sich, die Atmung verändert sich, etc.) ist ein wichtiger Schritt! Wir haben die Kinder darauf hingewiesen, dass Wut nichts Negatives ist. Schließlich brauchen wir ein gewisses Maß an Aggression, um uns zu wehren, wenn unsere Rechte beschnitten werden oder wir etwas Neues wagen wollen. Die Art und Weise, wie wir die Gefühle Ärger und Wut zum Ausdruck bringen, ist entscheidend. Impulsive Reaktionen, wie z.B. lautes Anschreien stoßen häufig auf Unverständnis und Abwehr bei anderen Menschen. Ärgerliche Gefühle können hierdurch noch verstärkt werden. Daher ist es wichtig, andere Formen des Ausdrucks von Wut und Ärger kennen zu lernen.

In der ersten und zweiten Lektion werden folgende Schritte zum konstruktiven Umgang mit Ärger und Wut erarbeitet:

1. Wie fühle ich mich und wie zeigt unser Körper das?
2. Hole dreimal tief Luft
3. Zähle langsam bis fünf.
4. Sage "Beruhige dich" zur dir selber.
5. Sprich mit einem Erwachsenen über das, was dich ärgert.

Im ersten Schritt ("Wie fühle ich mich?") betrachteten die Dreckspatzen die Abbildung eines Jungen, dessen Körperhaltung Ärger und Wut verriet. Wir unterhielten uns darüber, wie unser Körper die Wut zum Ausdruck bringt und was Menschen tun, wenn sie wütend sind. Manche Menschen stampfen auf den Boden oder wollen kämpfen, andere laufen weg und verstecken sich. Wir überlegten, was passieren könnte, wenn wir in unserer Wut, andere Menschen schubsen oder sie anschreien.

Schließlich haben die Kinder ein Bild von sich selbst bunt angemalt. Wir haben die Kopie eines Körperumrisses angefertigt und die Kinder aufgefordert, die Stellen bunt anzumalen, an denen sie ihre Wut besonders deutlich wahrnehmen.

Lektion 2: Sich beruhigen

Gefühle von Ärger und Wut können die Kinder reduzieren, wenn sie bewusst tief einatmen, sich ablenken, oder wenn sie etwas Beruhigendes zu sich selbst sagen. Je nach Persönlichkeit fallen den Kindern manche Techniken leichter als andere. Wichtig ist, dass die Kinder eine Methode finden, die ihren Bedürfnissen am besten entspricht.

In der zweiten Lektion trafen die Dreckspatzen wieder auf den Ruhigen Schneck und den Wilden Willi. Der Wilde Willi war sehr wütend, weil er nicht mehr wusste, wo er einen Knochen versteckt hatte. Der Ruhige Schneck machte einige Vorschläge, wie der Wilde Willi sein aufbrausendes Gefühl in den Griff bekommen könnte, z.B. durch bewusstes Atmen oder lautes Zählen. Der Wilde Willi beruhigte sich und schließlich fiel ihm wieder ein, wo er seinen Knochen versteckt hatte.

In unserem anschließenden Fallbeispiel sprach der Junge Pascal mit einem Erwachsenen über sein Problem. Die Dreckspatzen überlegten, mit wem sie über ihren Ärger oder über ein Problem sprechen. Sie dachten weiterhin darüber nach, dass es auch Menschen gibt, die gerne allein sind, wenn sie wütend sind. Auch bei den Dreckspatzen gibt es Kinder, die sich zurückziehen möchten, wenn sie verärgert sind.

Mit Bewegungsspielen, z.B. in die Luft hüpfen und bis zehn zählen und mit Atemtechniken haben wir die Umsetzung der Beruhigungstechniken geübt.